Kinder (etwa ab sechs Jahren) werden meist von ihren Eltern vorgestellt, und neben Ängsten, seelischen Verstimmungen oder körperlichen Beschwerden unklarer Herkunft werden oft Probleme beklagt, mit den schulischen Anforderungen nicht klar zu kommen, was sich häufig in Gestalt von Konzentrationsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten, extremen Gefühlsausbrüchen oder Störungen der Impulskontrolle äußert.

Unter den in Mode gekommenen Etiketts "HKS (Hyperkinetisches Syndrom) oder "AD(H)S"  (Aufmerksamkeitsdefizitstörung mit oder ohne Hyperaktivität) firmieren oft recht unterschiedliche Einzelschicksale mit jeweils individuell sehr verschiedenen Anlässen oder Ursachen für die oberflächlich betrachtet ganz ähnlichen Symptome wie Überaktivität, mangelnde Aufmerksamkeit und extreme Impulsivität in ganz bestimmten Situationen.

Bei Jugendlichen sind häufig akute oder dauerhafte Krisensituationen, die sich in massiven Störungen des Befindens, der Leistungsfähigkeit, mitunter auch als Essstörungen oder selbstverletzendes Verhalten äußern, Anlass für eine Psychotherapie. 

Je jünger die Klienten sind, desto größere Bedeutung kommt erfahrungsgemäß der Arbeit mit den Eltern als den unmittelbaren Bezugspersonen zu, die - gewissermaßen als Kotherapeuten - dafür sorgen können, dass die therapeutischen Interventionen in der Zeit zwischen den Sitzungen noch besser umgesetzt werden.